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Historisches
Aus der Geschichte unseres Dorfes

Über die ersten Jahrhunderte unserer mehr als 1500 Jahre alten Ortsgeschichte sind keine Nachrichten überliefert worden.
Das tatsächliche Alter unseres Dorfes läßt sich deshalb nur mit Hilfe der Ortsnamenforschung bestimmen. Näheres hierzu finden Sie in der Rubrik "Die Ortsteile
Stockum und Püschen".

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ortsteil Stockum im Jahre 1235. Die Ortsgemeinde nahm dies zum Anlass, 1985 eine 750-Jahr-Feier zu veranstalten.
Püschen wird erstmals 1386 urkundlich genannt.

Mit der Schließung der Baulücke zwischen unseren beiden Dörfern erfolgte auch der politische Zusammenschluß am 01.01.1969 zur neuen Ortsgemeinde Stockum-Püschen.

Erste schriftliche Nachrichten über unser Heimatgebiet verdanken wir dem römischen Feldherren Caesar, der im Jahre 55 v. Chr. bei Urmitz eine Brücke über den Rhein schlagen ließ, um mit seinen Soldaten in den Westerwald vorzustoßen und den dort wohnenden germanischen Volksstamm der Sugamberer zu bestrafen.
Caesar ließ die Dörfer und Höfe der Germanen in Brand setzen, das auf den Feldern stehende Getreide abmähen und zog sich dann wieder mit seinem Heer auf die linke Rheinseite zurück.
Die Germanen hatten es nicht auf ein Zusammentreffen mit den Römern ankommen lassen und sich in die Wälder oder in ihre Fluchtburgen, zu denen manche Geschichtsschreiber die Dornburg bei Frickhofen und den Stöffel bei Stockum zählen, zurückgezogen.

Der römische Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus berichtet über den Frankenkönig Mallobaudes, dessen Stamm zwischen Lahn und Ruhr angesiedelt war.
Er ist wohl als der erste namentlich bekannte König unserer Westerwälder Vorfahren anzusehen.
Mallobaudes war ein kriegserfahrener Haudegen. Zum Range eines römischen Heerführers aufgestiegen, besiegte er die Latenser, einen alemannischen Volksstamm, im Jahre 377 bei Colmar vernichtend.
Von 40.000 alemannischen Kriegern sollen damals nur 5.000 entkommen sein.

Für uns Stockum-Püschener (im Dialekt Stagger-Pescher) ist die Besiedelung unserer Heimat durch einen fränkischen Volksstamm interessant, weil die Franken frei waren. Dies schließt selbstverständlich nicht aus, dass es auch unter den freien Franken einige gab, die noch freier als ihre Stammesbrüder waren oder sich zumindest mehr Freiheiten als diese herausnehmen konnten.

Wir können heute nicht mehr feststellen, ob unsere Vorfahren ihre Freiheit später auf freiwilliger Basis, beispielsweise gegen ein Schutzversprechen des Grafen von Sayn, aufgegeben haben oder ob List und Gewalt im Spiele waren. Dies war zu dieser Zeit nicht gerade unüblich.
Durch die Unterdrückung der Bauern wurde der Adel reich und stellte ein Gegengewicht gegen den König dar, der immer mehr an Einfluß verlor.
Nach dem Ende des karolingischen Reiches hatte sich der Adel zu Rechtsverächtern entwickelt, die sich die Zeit mit Strassenraub und Fehden vertrieben.
Jeder sah es als sein gutes Recht an, nach Leben und Besitz des Nachbarn zu trachten. Nichts war vor diesen ritterlichen Rabauken und Totschlägern sicher.

Von 1806 bis 1813 gehörten die Kirchspiele Rotenhain (früher Rotzenhahn) und Höhn zum Großherzogtum Berg und wurden wie dieses von 1808 bis 1813 als Teil des französischen Mutterlandes angesehen.
Durch die Befreiungskriege wurde die Existenz des Großherzogtums Berg beendet und der Prinz von Nassau-Oranien konnte im Dezember 1813 seine Stammlande wieder in Besitz nehmen.

Durch den Vertrag vom 31.05.1815 trat er diese an Preussen ab, das sie am gleichen Tage dem Herzogtum Nassau überließ. Als Gegenleistung hatte der Prinz von Oranien Luxemburg erhalten, welches er mit Holland vereinigte.

Mit dem Herzogtum Nassau fielen die Kirchspiele Rotenhain und Höhn 1866 als Kriegsbeute an Preußen, gegen das Nassau an der Seite der Österreicher gekämpft und verloren hatte.

In der Folgezeit waren Stockum und Püschen bis 1945 Teil des preussischen Provinz Hessen-Nassau. Als Teil der französischen Besatzungszone wurden die damaligen Landkreise Ober- und Unterwesterwald - jetzt Westerwaldkreis - dem am 30.08.1946 neugegründeten Lande Rheinland-Pfalz zugeschlagen. Wir Stockumer und Püscher sind dadurch Rheinländer geworden und trotzdem echte Westerwälder geblieben.

Weitere Informationen finden Sie in der "Zeittafel".

Sonntag, 16. Dez. 2018
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